Heimtex

Ein textiler Erfolg

Gleich doppelt Präsenz und textile Kompetenz zeigte der Verband der Deutschen Heimtextilien-Industrie (Heimtex) auf der Heimtextil in Frankfurt. Sowohl der Gemeinschaftsstand „Carpet by Heimtex“ als auch der „House of Textile“-Stand waren beliebte Anlaufpunkte und boten textile Inspiration.

Die spektakuläre Inszenierung „Carpet by Heimtex“ veranschaulichte die Vorzüge des textilen Bodenbelages. „Wir waren mit der Resonanz auf unseren ,Carpet by Heimtex'-Stand sehr zufrieden. Auch die Platzierung in der Halle 4.2 im Bereich Interior.Architecture.Hospitality Expo mit dem Schwerpunkt der textilen Objektausstattung war sehr gut“, resümiert Heimtex-Hauptgeschäftsführer Martin Auerbach. Optischer Blickfang und funktionales Highlight war ein „Akustiktunnel“. Farbenfroh inszeniert, bescherte er den Standbesucherndank der schallreduzierenden Eigenschaften der herabhängenden textilen Bodenbeläge das Erlebnis von Ruhe und Erholung im umgebenden Messetrubel. Auch Platznehmen war erwünscht: Die mit textilen Bodenbelägen überzogene Sitzlandschaft lud zum Verweilen und Netzwerken ein und bot gleichzeitig ein haptisches Erlebnis beim „Erfühlen“ der textilen Oberflächen. Die Ansprechpartner der beteiligten Mitgliedsunternehmen konnten viele Fragen beantworten. Zudem war der Stand gesetzte Station der Architektenführungen und beliebtes Fotomotiv – „unter dem Strich ein textiler Erfolg“, freut sich Martin Auerbach.

Das trifft auch auf die „“House of Textile“-Präsentation zu, deren Realisierung von der Messe Frankfurt unterstützt wurde. Deshalb wird bereits über eine Weiterführung nachgedacht. Mit Beginn des Wintersemesters 2017/2018 hatte der Verband deutschlandweit den gleichnamigen Wettbewerb für Studierende der Fachbereiche Architektur und Innenarchitektur sowie Textildesign ausgerufen. Geschäftsführer Detlef Braun hat das Projekt zudem als Jury-Mitglied engagiert begleitet: „Zu sehen, mit welchem Engagement hier Nachwuchsförderung für die Heimtextilbranche betrieben wird, macht einfach Spaß, und den jungen Kreativen auf der Heimtextil eine Plattform zu geben um ihre wettbewerbs-Arbeiten fast 70.000 Branchenprofis aus 156 Ländern zu präsentieren, ist nicht nur für die Studierenden ein echtes Highlight, sondern auch ein perfekter Match für eine Branche, die von neuen Ideen und innovativen Materialien lebt.“

„Die zehn ausgewählten Arbeiten aus den Bereichen Architektur, Innenarchitektur und Textildesign stießen auf großes Interesse und gaben ganz neue Einblicke in die Vision, wie wir 2025 mit Textilien leben, arbeiten und reisen wollen“, so Martin Auerbach. Im Rahmen einer Pressekonferenz waren die Wettbewerbsergebnisse vorgestellt worden. Ein Werkspraktikum bei einem Heimtex-Mitgliedunternehmen winkt den drei Besten. Léon Schmutzler von der Universität der Künste Berlin, Studiengang Architektur, Daniela Gehrlein von der Hochschule Rosenheim, Studiengang Innenarchitektur, und Anne-Sophie Carle von der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, Studiengang Textildesign.

Léon Schmutzler zeigt mit seinem Projekt „Wandelbar“, wie Textilien helfen können, den knapper werdenden Wohnraum in den immer stärker verdichteten urbanen Ballungsräumen optimal zu nutzen – etwa mit Faltmöbeln aus stark gepresstem technischem Wollfilz.

Daniela Gehrlein liefert mit ihrem Raum- und Möblierungskonzept „Filocker“ ein Beispiel dafür, wie Textilien zu multifunktionalen Lösungen und damit zu optimaler Platzausnutzung beitragen können: Aus dekorativen Filzkugeln hergestellt, ist es Wandobjekt und Sitzgelegenheit zugleich.

Anne-Sophie Carle hat sich gefragt, wie sich das Spektrum der Gestaltung im Textildesign erweitern lässt. Ihre Antwort: mit Magneten. Ihr aus mehreren Schichten Seide, Baumwolle und Filz zusammengesetzter Vorhang „Ridomagnetik“ lässt sich mittels Magneten spielerisch immer wieder neu gestalten, sodass der Innenraum stets genau mit dem Inneren seiner Bewohner harmoniert.

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