Kika/Leiner

Dr. Gunnar George sieht unabhängig von Steinhoff eine Zukunft

Allen Bad-News rund um die Mutter Steinhoff zum Trotz, verbreitet Kika/Leiner CEO Dr. Gunnar George Optimismus. „Ich persönlich mache mir keine Sorgen“, zitieren ihn die Niederösterreichischen Nachrichten (NÖN) in einem Bericht am 7. Mai und weiter: „Mit der Unternehmensgruppe wird es auf jeden Fall weitergehen, egal was mit Steinhoff passiert.“

Es sei zwar unvorhersehbar, ob Kreditversicherer im Falle einer Steinhoff-Insolvenz ausfallen würden, oder wie sich Kunden verhalten. „Aber wir haben einen bestehenden Geschäftsbetrieb.“

Auch einer der jüngsten Skandale, die um eine Milliarde Euro zu hoch bewerteten Immobilien, darunter Handelshäuser in Österreich, berührten ihn nicht: „Ich bin Mieter. Wie die in Amsterdam Immobilien bewerten, ist mir wurscht“, sagte George den NÖN. Dort hat die Steinhoff-Immobilientochter Hemisphere ihren Sitz.  

Als Ziel nannte George, das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen und weiter zu wachsen, allerdings langsamer als geplant. Auch große Renovierungen in den Häusern seien vorläufig nicht drin.

Investiert werden soll in den Onlinebereich. Von derzeit etwa sechs Mio. Euro soll der E-Commerce-Umsatz auf 30 bis 50 Mio. Euro in den nächsten fünf Jahren steigen. Dafür sollen das Team bis Ende 2019 von neun auf 30 Mitarbeiter aufgestockt und rund fünf Mio. Euro investiert werden, so George gegenüber den NÖN.

Er kündigte für Ende Mai eine TV-Kampagne für Leiner zur Imagepflege an. Und eine stärkere Markendifferenzierung. Derzeit sei das Sortiment zu 85 Prozent deckungsgleich, bis Ende 2019 sollen es nur noch 55 bis 60 Prozent sein.

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