Marketplaces Day 2020

"Die Bedeutung von Marktplätzen hat in der Corona-Krise exorbitant zugenommen"

Der Corona-Lockdown hat der Einrichtungsbranche brutal vergegenwärtigt, dass digitale Vertriebswege nicht mehr wegzudenken sind. In einem komprimierten Workshop-Tag möchte die „möbel kultur“ gemeinsam mit den Digital-Experten von Finc3 Commerce die wichtigsten Marktplätze für die Möbelvermarktung vorstellen und Tipps & Tricks verraten, wie sich das Geschäft auf den Plattformen intensivieren lässt - am 3. September in der Founders Foundation in Bielefeld. Aufgerufen sind Hersteller, Händler und Markenanbieter, die im digitalen Business noch nicht am Limit sind und Spaß und Interesse am Austausch über die Pros und Cons der Marktplätze haben.

Mit dabei ist Daniel Zemitzsch von Finc3 Commerce, der einen Vortrag über die erfolgreiche Vermarktung über Ebay halten wird. Wir haben dem Marktplatz-Experten im Vorwege vier Fragen gestelllt.

möbel kultur: Hat die Corona-Lage die Digitalisierung in Deutschland vorangebracht?

Daniel Zemitzsch: Die Corona-Krise hat gezeigt, wie rückständig Deutschland in der Digitalisierung im Ländervergleich ist. Gleichzeitig wurde unter Beweis gestellt, dass zahlreiche Prozesse über Nacht digital umgesetzt werden konnten, die lange zuvor als nicht digitalisierbar galten. Wenn der aktuellen, dringlichen Lage etwas Positives abgewonnen werden kann, dann, dass durch Zeitmangel weniger diskutiert und direkt gehandelt wurde.  

möbel kultur: Hat sich die Bedeutung von Marktplätzen in der Corona-Situation noch einmal gewandelt?

Daniel Zemitzsch: Die Bedeutung von Online-Marktplätzen ist aus Herstellersicht unverändert hoch, bedingt durch Ausgangssperren und Social Distancing aus Käufersicht jedoch exorbitant gestiegen. Dabei sollte nicht immer nur den großen Marktplätzen wie Amazon oder Ebay Aufmerksamkeit geschenkt werden, da auch der regional nachhaltige Aspekt lokaler Onlinemarktplätze während der Krise enormen Zuspruch genossen hat. 

möbel kultur: Welche Marktplätze sind für das Home & Living-Segment besonders interessant?

Daniel Zemitzsch: Neben den Umsatztreibern Amazon und Ebay ist eine rechtzeitige Positionierung auf ManoMano durchaus sinnvoll, um auf deren Wachstumswelle mitzureiten. Wenn die gesamte E-Commerce Klaviatur gespielt werden soll, müssen auch Cost-per-Click-Modellen wie z.B. Moebel.de bedacht werden, um hoch profitablen Traffic zielgerichtet zu nutzen.

möbel kultur: Bei aller Digitalität momentan – freuen Sie sich auf unseren analogen Market Places Day in Bielefeld am 3. September?

Daniel Zemitzsch: Oftmals wird Digitalisierung leider nur Output-orientiert im Kontext der Effizienzsteigerung verstanden, sodass soziale Interaktion in den Hintergrund gerät. Umso mehr freue ich mich daher auf angeregte Diskussionen und innigen Austausch über E-Commere, aber auch Themen abseits digitaler Wertschöpfung.

Wer mehr über das Programm wissen möchte, findet auf der Anmeldeseite weitere Informationen.

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