Blickfang Hamburg

Design-Shopping lockte 10.200 Besucher

Die 6. Blickfang Hamburg Anfang Februar war ein voller Erfolg. 10.200 Besucher kamen zum Design-Shopping in die Deichtorhallen, um in die Szene einzutauchen, Kreative kennenzulernen und Lieblingsstücke mit nach Hause zu nehmen. „Hamburg und Design das passt einfach zusammen", freute sich Blickfang-Geschäftsführerin Jennifer Reaves schon beim Presserundgang unmittelbar vor der Eröffnung. „Die Deichtorhallen sind die perfekte Location für unsere Veranstaltung", so Jennifer Reaves. „Die Designer, darunter in diesem Jahr auch einige Dänen, waren euphorisch, endlich wieder in Hamburg zu sein." Und das spiegelte auch die Stimmung der Besucher, die an allen drei Tagen in Scharen in die Hallen strömten. 

Verschiedene Sonderschauen und Rahmenprogrammpunkte rundeten die Veranstaltung ab. So lag ein Fokus z.B. auf dem Designgeschehen in den Niederlanden und in Österreich. Beim „Salonfrühstück" sprachen die Szenengrößen Thomas Feichtner und Gregor Eichinger über ihr kreatives Schaffen. Eichinger: „Auf der Blickfang findet Avantgarde statt, weil hier echte Geschichten erzählt werden. Das Erlebnis ist authentisch und ursprünglich, und nicht vom Marketing und BWL getrieben. Eine emotionale Komponente, die in unserer Wissensgesellschaft immer wichtiger wird – und die Währung, in der wir in der Zukunft den Wert von Dingen messen werden."

Besondere Wertschätzung drückt auch der Blickfang-Designpreis aus, den die Fachjuroren Babette Peters von Designxport, Tammo Schwitters von „Der neue Beckmann“ und PR- Beraterin Helena Reich am Eröffnungsfreitag vergaben. Mit dem Hamburger Möbelunternehmer Jan Cray und dem Modeschöpfer Lothar Daniel Bechtold ehrten sie zwei Aussteller, die im Nischenmarkt des unabhängig produzierten Designs erfolgreiche Unternehmen aufgebaut haben. 

Jan Cray fertigt in seiner Hamburger Werkstatt Möbel aus Altholz und Metall. Mit seinen Tischen, Hockern und Bänken ist er am Markt längst etabliert. Jetzt stellte er seine jüngste Kreation vor: Eine Modul-Küche zum Niederknien. Bis ins Detail durchdacht und für jede Küchengröße adaptierbar. Gaskocher wachsen fugenlos aus der Arbeitsplatte; eine sanft gesenkte, heizbare Edelstahlplatte ist Topf und Herd zugleich; ein Wandmodul schafft leicht zugänglichen und flexiblen Stauraum über dem Arbeitsbereich.

Jurorin Helena Reich: „Einbauküchen sind nicht mehr zeitgemäß. Jan Crays Entwurf dagegen ist unkompliziert und flexibel - wie gemacht für Leute, die öfter umziehen." Die gelungene Materialkombination aus Holz, Metall und Arbeitsflächen aus Stahl oder Corian überzeugten wiederum Juror Tammo Schwitters: „Der Materialmix erzeugt Wärme und Gemütlichkeit. Zudem ist die Präsentation professionell und zielgerichtet: Der Stand ist auf einem anderen Level als viele andere Inszenierungen hier."

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