Blick auf das Alno-Gelände zu AG-Zeiten.

Neue Alno GmbH

Der Personalabbau in Pfullendorf wird konkret

Dass es bei der Neuen Alno GmbH zu Personaleinschnitten kommen wird, hatte das Unternehmen schon im April angekündigt. Jetzt geht es an die konkrete Umsetzung. Im Rahmen eines Freiwilligenprogramms können sich zunächst Mitarbeiter für zwei Optionen melden, wenn sie von sich aus einen Aufhebungsvertrag wünschen oder in eine Transfergesellschaft zur Unterstützung bei der Suche nach einem neuen Arbeitgeber wechseln wollen.

Wie viele Stellen der aktuell rund 300 Arbeitsplätze wegfallen sollen, damit halten sich die beiden Geschäftsführer Michael Spadinger und Jochen Braun allerdings weiterhin bedeckt. „Noch ist alles im Fluss“, beschreibt der seit Januar amtierende Alno-Chef Jochen Braun den Status quo. Und bekräftigt dazu, dass dies nicht als Corona-Effekt zu sehen sei, sondern als strategische Maßnahme, um Strukturen zu bereinigen, weil viele Bereiche noch zu AG-lastig seien.

Auftragseinbrüche durch die Pandemie halten sich offenbar in Grenzen, zumal die Projektgeschäfte längerfristig laufen. „Wir kommen recht gut durch die Krise“, betont Braun mit Blick auf die aktuelle Lage. Die laufende Kurzarbeit gilt nicht zuletzt als „Härtetest“ für mögliche Einsparungen.

Die Neue Alno GmbH selbst hatte im März/April zwei Covid-19-Infizierte und 30 Verdachtsfälle, weshalb ein Pandemie-Ausschuss gegründet und diverse Sicherheitsmaßnahmen eingeführt wurden. Dennoch wurde bislang ohne Unterbrechung in Pfullendorf weiterproduziert und das Werk gilt aktuell als Corona-frei.

Soweit geplant, wird das Unternehmen im September auch wiederum im "Cube" in Löhne auftreten.

Update:

Laut Unternehmensinformationen am 2. Juni sind etwa 60 Mitarbeiter in die Transfergesellschaft gewechselt bzw. in 5 Fällen gekündigt worden.

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