Cotta

Der Möbel-Hersteller zieht Notbremse

"Mir rennt einfach die Zeit davon", so Steffen Urbschat, Geschäftsführer der Cotta Möbelwerke gestern gegenüber der "Lippischen Landeszeitung". Die Hoffnung nach dem Schieder-Aus wieder ein funktionierendes Unternehmen auf die Beine zu stellen musste gestern - mit dem Gang zum Amtsgericht Detmold - vorerst begraben werden.

Die drohenden Liquiditätspropleme der Cotta Möbelwerke bedeuten für 375 Mitarbeiter wieder Hoffen und Bangen. Doch Urbschat ist sich sicher, dass sich das Unternehmen retten lässt, vermeldet die Zeitung. Die Werke seinen ausgelastet und auch die Auftragslage sei gut. "Bereits im Oktober hatte Urbschat damit begonnen, die Produktpalette zu überarbeiten und das Vertrauen der Kunden so zu erwerben, dass sie sogar die jüngste Preiserhöhung für alle fünf Produkte mittragen." Doch leider läuft dem Cotta-Geschäftsführer die Zeit davon. "Denn die Signale aus dem Markt sind gut", so Urbschat.

Auch der Betriebsratsvorsitzende Hans-Dieter Matzke ist davon überzeugt, dass die Cotta-Möbelwerke den Engpass überstehen werden. "Was Steffen Urbschat in den vergangenen Monaten bewegt hat, ist schon enorm. Ich sehe überhaupt nicht schwarz", erklärt Matzke der "Lippischen Zeitung". Trotzdem werde es wohl in personeller Hinsicht einige Veränderungen geben müssen.

Heute wird der Hamburger Insolvenzverwalter Dr. Peer Hendrik Heerma seine Arbeit aufnehmen. Ob Cotta eine zweite Chance erhält liegt jetzt in Heermas Händen.

Die ganze Region um Schieder-Schwalenberg ist von den Liquiditätsengpässen betroffen. "Es wird unsere Vorlieferer treffen, nicht nur große, sondern auch kleinere Zuliefererbetriebe. Dabei sind sie uns in der Vergangenheit sehr entgegengekommen", so Urbschat weiter.

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