Miele

Corona-Fälle haben auch Folgen für andere Werke

Der Produktionsstopp im Motoren-Werk Euskirchen infolge von Corona-Infektionen in der Belegschaft hat nun auch Konsequenzen für weitere Miele-Werke. Insgesamt sind nach Auswertung des Reihentests aller 500 Beschäftigten nun 18 Fälle von Corona in Euskirchen positiv bestätigt, in zehn Fällen die besonders ansteckende britische Virusvariante. Daraufhin hat das Gesundheitsamt die Quarantäne für 206 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis einschließlich 9. März verhängt. Begründet wird dies mit der besonderen Gefährlichkeit der britischen Mutation.

Wegen der fortdauernden Quarantäne ist das Werk Euskirchen, das viele der Miele-Gerätewerke mit Motoren versorgt, derzeit nicht lieferfähig. Als Folge davon muss auch im Gütersloher Gerätewerk GTG, in Bielefeld (Staubsauger und Geschirrspüler/Haushalt), in Uničov und in Ksawerów die Produktion im Verlauf der kommenden Woche vorübergehend heruntergefahren werden. Da in diesen Werken dann auch keine Kunststoffkomponenten mehr abgenommen werden können, ist für das Werk Warendorf ein Herunterfahren ebenfalls unabwendbar. „Wir werden alles daransetzen, die Produktion in allen betroffenen Werken so schnell wie möglich wieder starten zu können und bis dahin die Folgen der Unterbrechung für die Beschäftigten sowie unsere Kundinnen und Kunden so gering wie möglich zu halten“, sagt Dr. Stefan Breit, Geschäftsführer Technik der Miele Gruppe.

Immer noch unklar ist, wie die Mitteilung des Unternehmens betont, wie das Virus in Euskirchen in den Betrieb gelangt ist und sich dort ausgebreitet hat. Insbesondere gebe es keine Hinweise darauf, dass die festgestellten Corona-Fälle auf unzureichende Schutzmaßnahmen zurückzuführen seien. Diese wurde von der Behörde sogar ausdrücklich gelobt.

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