Eine Ära geht zu Ende: 1993 schmückte Model-Ikone Claudia Schiffer das Cover des Otto-Katalogs. Auf der letzten Ausgabe wird der digitale Wandel auch optisch angekündigt.

Otto Group

Bye, bye Katalog

In diesem Augenblick geht in Nürnberg eine Ära der Wirtschaftsgeschichte zu Ende – der letzte Otto-Hauptkatalog wird gedruckt. Nach knapp 70 Jahre trennt sich der Händler von dem mehrere 100 Seiten umfassenden Gründungsmanifest und setzt damit den digitalen Wandel fort. Zu Spitzenzeiten war der Werbe-Katalog über 1.000 Seiten stark. Das Cover schmückten Top-Models wie Claudia Schiffer, Heidi Klum oder Gisele Bündchen. Damit ist Schluss. Stattdessen will das Traditionsunternehmen mit viel Pioniergeist in die Zukunft blicken.

„Statt Nostalgie herrscht bei uns Aufbruchsstimmung“, versichert Marc Opelt, Vorsitzender des Otto-Bereichsvorstandes und verantwortlich für das Marketing. „Der Abschied vom Otto-Katalog ist für uns nur eine Randnotiz, aber ein weiterer Nachweis für den erfolgreichen Wandel unseres Unternehmens. Wir sind heute stolz darauf, die Digitalisierung des Handels weiter vorantreiben zu können und freuen uns auf eine digitale Zukunft.“

Noch vor Veröffentlichung am 4. Dezember hat der Otto-Konzern jetzt das Cover enthüllt. Symbolisch für den Wandel vom Kataloghändler zum Onlineshop lautet das Motto: „Ich bin dann mal App!“ Mittlerweile erwirtschaftet Otto rund 95 Prozent seiner Umsätze online – 70 Prozent davon sind auf Shop-Besuche über Smartphones oder Tablets zurückzuführen.

Der letzte Otto-Hauptkatalog kann unter https://www.otto.de/order/catalogs/

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