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Die deutschlandweit aktuell 74 Butlers-Filialen und der Online-Shop der Einzelhandelskette bleiben erhalten.
26.09.2017 14:38 Uhr

Butlers Raus aus dem Insolvenzverfahren mit 74 Filialen und 800 Mitarbeitern

Der Herbst startet für Butlers mit einer guten Nachricht: Die deutschlandweit aktuell 74 Filialen und der Online-Shop der Einzelhandelskette bleiben erhalten. Auch in Österreich und der Schweiz ist das Unternehmen weiterhin vertreten. Denn das zu Beginn des Jahres eröffnete Insolvenzverfahren wurde nun beendet. „Wir haben die Weichen für eine nachhaltige Sanierung gestellt und damit die weit überwiegende Zahl der Arbeitsplätze erhalten”, freut sich Unternehmensgründer und Geschäftsführer Wilhelm Josten.
 
Möglich wurde die Beendigung des Verfahrens durch die Annahme des von Dr. Jens Schmidt und Marion Rodine (Sozietät Runkel Schneider Weber) in Zusammenarbeit mit dem vom Kölner Amtsgericht zum Insolvenzverwalter bestellten Rechtsanwalt Dr. Jörg Bornheimer (Sozietät Görg) erstellten Insolvenzplans.
 
Derzeit sind 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Butlers beschäftigt. Vor dem Insolvenzverfahren waren es knapp 1.000. Dabei konnte für die Mehrheit der betriebsbedingt gekündigten Mitarbeiter eine sozialverträgliche Lösung gefunden werden. „Die meisten Mitarbeiter, von denen wir uns trennen mussten, haben bereits wieder eine neue Aufgabe gefunden. Und allen Mitarbeitern können wir nicht genug dafür danken, wie großartig sie sich engagiert und uns die Treue gehalten haben”, berichtet Josten.
 
Positiv äußert sich auch Dr. Jörg Bornheimer: „Butlers hat die Chancen des Verfahrens bestmöglich genutzt und kann nun wieder aus eigener Kraft am Markt bestehen. Geschäftsführung und Belegschaft haben sich mit beispielhaftem Teamgeist für den Fortbestand des Unternehmens eingesetzt.”
 
Möglich wurde die Sanierung des Unternehmens unter anderem durch eine Verringerung der Zahl der Filialen in Deutschland von 102 auf nunmehr 74 Geschäfte. In Österreich und der Schweiz betreibt das Unternehmen zukünftig noch 8 Filialen. Aus Großbritannien zieht sich Butlers dagegen vollständig zurück.
 
Hinzu kam eine Reihe weiterer Maßnahmen wie die Neuverhandlung von Mietverträgen, die Stärkung der Kooperation mit Großhandelspartnern sowie eine umfassende Fokussierung in der Ausrichtung des Sortiments. „Wir orientieren uns bei der Entwicklung unserer Artikel jetzt noch konsequenter an den Wünschen unserer Kunden und kreieren moderne Geschenk- und Dekoideen rund um das gesellige Leben zu Hause”, erläutert Wilhelm Josten.
 
Darüber hinaus wurden Prozesse und Strukturen in der Kölner Zentrale des Unternehmens verschlankt, die künftig auf kleinerem Raum mit ebenfalls reduzierter Mannschaft arbeitet. Die bisherigen Gesellschafter haben zusätzliche Finanzmittel bereitgestellt, damit die Liquidität des Unternehmens auch in der Zukunft gesichert ist.
 
Wirkung zeigten die getroffenen Entscheidungen bereits in den ersten acht Monaten des Jahres: Sowohl die Kundenfrequenz in den Filialen als auch die Zahl der Online-Käufe stiegen nach Aussage des Unternehmens gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gegen den Markttrend deutlich an und dies machte sich auch in wachsenden Umsätzen bemerkbar. Besonders positiv wurde dabei die neu gestaltete Filialen in Düsseldorf am Carlsplatz von den Kunden angenommen, deren Konzept nun schrittweise auf weitere Filialen ausgedehnt wird.
 
Über die weitere Zukunftsperspektive verrät Gründer und Geschäftsführer Josten: „Wir werden den eingeschlagenen Weg weitergehen und vieles modernisieren, unserem ursprünglichen Markenkonzept aber treu bleiben: Butlers ist – in den Innenstädten ebenso wie online – die erste Adresse für Gastgeber und Gäste, die anderen Menschen mit originellen Ideen eine Freude machen wollen.”

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