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Was bedeutet in der Konsequenz die Aufkündigung der Stimmbindungsvereinbarung durch Max Müller?
18.08.2017 13:21 Uhr

Alno Die Zahlen sind da - aber nur vorläufig

Vier Mal wurde er verschoben – jetzt legt Alno zumindest einen vorläufigen Bilanzbericht zum Geschäftsjahr 2016 auf den Tisch. Demnach sank der Konzernumsatz im vergangenen Jahr um 5,4 Prozent auf 493,2 Mio. Euro. Das EBITDA rutschte auf -27,773 Mio. Euro, das Betriebsergebnis schrumpfte insgesamt auf ein Defizit von -45,545 Mio. Euro. Und das Ergebnis vor Ertragssteuern: -66,014 Mio. Euro.

Die langfristigen Verbindlichkeiten betrugen bis Ende 2016 153 Mio. Euro, die kurzfristigen 241,8 Mio. Euro – demgegenüber standen an Aktiva 296,3 Mio. Euro. 

Dies also, wie gesagt, unter Vorbehalt, wobei die offizielle Anmerkung zu dem Zahlenwerk wie folgt lautet: „Aufgrund des mit Beschluss des Amtsgerichts Hechingen vom 13. Juli 2017 eröffneten vorläufigen Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung ist derzeit die Erteilung eines Bestätigungsvermerks nicht möglich. Aus diesem Grund werden der vorläufige und ungeprüfte Jahres- und Konzernabschluss 2016 auch ohne Anhang und Lagebericht veröffentlicht. Leser sollten außerdem beachten, dass der Abschluss auf Wertansätzen vor dem Antrag vom 12. Juli 2017 auf Eröffnung eines vorläufigen Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beruht, die noch auf der Annahme fußen, dass ein sog. „going concern“ für die Alno Aktiengesellschaft besteht. Sollte sich nach Eröffnung des Insolvenzfahren herausstellen, dass eine Sanierung der Alno Aktiengesellschaft und die Wiederherstellung der „going concern“-Annahme nicht möglich ist, würden sich die Wertansätze wesentlich ändern und der Abschluss würde in dieser Form keinen Bestand haben.“

Weiterhin brisant ist die Tatsache, dass Ex-Konzernchef Max Müller und die mit ihm in Zusammenhang stehenden Firmen laut Veröffentlichung von gestern ihre Stimmbindungsvereinbarung (16,52%) aufgekündigt haben. Ob dies unter den aktuell laufenden Insolvenz-Bedingungen allerdings rechtens ist, wird wohl noch geprüft werden. Zumal sich damit das Kräfteverhältnis der bisherigen Mehrheitsaktionäre Tahoe enorm verschieben würde. In der Grafik auf der Homepage finden sich zumindest noch die alte Darstellungen (s. oben).

Überdies wurde nun auch der Termin für die ordentliche Hauptversammlung wegen der Eröffnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens am 13. Juli bis auf weiteres ausgesetzt. Sobald der Zeitplan für den angestrebten Insolvenzplan und die Sanierung der Gesellschaft Konturen annimmt und absehbar wird, dass damit rückwirkend die Voraussetzungen für die Erteilung eines Bestätigungsvermerkes sowie die Feststellung des Jahres- und Konzernabschlusses 2016 vorliegen werden, soll ein neuer Termin bekannt gegeben werden.

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