Startseite > News > Alno: "...alles ist möglich"
Hintergründe und Folgen des "verspielten Vertrauens" lassen sich auch in der "möbel kultur" 8/2017 nachlesen.
07.09.2017 17:24 Uhr

Alno "...alles ist möglich"

Knapp eine Woche nach Umwandlung zur Regelinsolvenz und eine Woche vor der Hausmesse in Westfalen meldete sich gestern Alnos Insolvenzverwalter Dr. Martin Hörmann in der „FAZ“ zu Wort. „Wir werben gerade mit Hochdruck um neues Vertrauen. Es werden viele Gespräche mit Kunden geführt. Gegen sie kann man nicht sanieren“, stellt dieser mit Blick auf die aktuelle Lage fest. Immerhin haben sich bereits viele Unternehmen aus dem Handel umorientiert oder spielen mit entsprechenden Gedanken. Dennoch betont Hörmann seinen Willen, sein Bestes zu tun: „Wir wollen die Substanz des Unternehmens erhalten – und auch so viele Arbeitsplätze wie möglich.“ Die Richtung sei allerdings offen: Von einer Restrukturierung des Unternehmens mit neuem Investor bis zur Zerschlagung, Versteigerung und Auflösung sind verschiedene Szenarien möglich.

Die Insolvenzeröffnung ist für Ende September oder Anfang Oktober vorgesehen. Auch Interessenten für den Verkauf oder Merger soll es schon geben. Wie derzeit viele in der Branche gibt der FAZ-Redakteur seine Einschätzung dazu: „Aber kann Alno wirklich überleben? Und wie steht die Branche zum tief gefallenen Küchenhersteller? Großhandel und Einzelhandel halten sich auf Anfrage bedeckt. Niemand will derzeit eine öffentliche Aussage treffen. Klar ist: Der Verkauf hält sich derzeit gegenüber der Kundschaft mit Empfehlungen für Alno-Ware zurück, weil niemand weiß, ob bestellte Küchen am Ende wirklich geliefert werden können. Andere bieten keine Produkte aus Pfullendorf mehr an. Auf der anderen Seite dürfte der Handel nicht daran interessiert sein, dass ein so großer Anbieter vom Markt verschwindet, weil sonst eine Konzentration auf weniger Hersteller stattfinden würde. Die Frage ist, ob der Insolvenzverwalter in der Kürze der Zeit solch starke Zusagen vom Handel erhalten kann, um damit auf der anderen Seite einen Investor zum Einstieg zu bewegen.“

Geprüft wird weiterhin, inwieweit der ehemalige Vorstandschef Max Müller und die frühere Finanzchefin Ipek Demirtas in „fragwürdige Verträge und Zahlungsströme“ verwickelt sind, die den Interessen der Gläubiger zuwiderlaufen.

Hintergründe und Folgen des "verspielten Vertrauens" lassen sich auch in der "möbel kultur" 8/2017 nachlesen.

Weiterführende Meldungen
Alno:
Suche nach Gläubigervertreter
Wie der Alno-Vorstand heute mitteilte, konnte bislang kein Vertreter der Anleihegläubiger gefunden werden. mehr...
Alno:
FAZ-Bericht: Welche Rolle hatten Max Müller und Whirlpool-CEO Marc Bitzer?
Es vergeht im Moment beinahe kein Tag, an dem es keine Neuigkeiten von Alno & Co. mehr...
Diesen Artikel...
Drucken drucken
moebel-talk.de kommentieren
Facebook bei Facebook teilen
Xing bei Xing teilen
bei Google empfehlen

Aktuell auf YouTube

Industrie 4.0:
Expertengipfel von der Deutschen Messe & „möbelfertigung“

Social-Media

Facebook
Twitter
Youtube
Möbel Talk
Ein Unternehmen im Vincentz Network