Steinhoff

Aktienkurs steigt heute weiter

Die Steinhoff-Aktie bleibt ein Zockerpapier. Einerseits listet der am Freitag veröffentlichte Bericht der PWC-Wirtschaftsprüfer auf 95 Seiten auf, wie Steinhoff seine Bilanzen künstlich aufblähte und korrigierte deshalb die Bilanzsumme um mehr als ein Drittel – das entspricht mehr als 10 Mrd. Euro - nach unten, andererseits kam das Handelsblatt dennoch zu der Einschätzung, dass die vorhandene Substanz einen Wert von 58 Cent je Aktie rechtfertige, das Siebenfache des Kurses von Freitag.

Gestern stieg der Kurs deshalb bis Handelsschluss auf 0,086 Euro je Aktie und der Höhenflug auf allerdings niedrigstem Niveau (der Höchstwert lag in den letzten 52 Wochen bei 4,62 Euro) hält heute an. Um 10.30 Uhr mussten für Steinhoff-Aktien gut 0,11 Euro gezahlt werden.

Höher sind die Zahlen, die im vorläufigen Halbjahresbericht stehen. Mehr als 10. Mrd. Euro werden abgeschrieben, denn Markenrechte waren zu hoch bewertet und Immobilien hin- und hergeschoben und überteuert zurückgekauft. Viel Geld wurde auch durch den Goodwill-Kauf verbrannt.

Das fallen die Ergebnisse des operativen Geschäfts der Konzern-Firmen wie der Möbelkette Conforama in Frankreich oder Kika/Leiner kaum nicht ins Gewicht. Positiv entwickelte sich die osteuropäische Billigmöbeltochter Pepkor.

Die nächste Stunde der Wahrheit schlägt für Steinhoff am 20. Juli, dann läuft das verlängerte Stillhalteabkommen mit den Gläubigern aus.

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