Energie-Label

Ab heute ist Schluss mit „Plus-plus-plus“

Auch wenn im stationären Handel aktuell kaum Kundenkontakt möglich ist: Offiziell seit heute, 1. März, müssen Wasch- oder Spülmaschinen, Kühlschränke oder Fernseher mit den nun geltenden Labels resp. den entsprechenden Energieeffizienzklassen ausgezeichnet werden. Das heißt für den Handel: Die alten Etiketten beseitigen und die neuen, die den seit November ausgelieferten Geräten beigelegt wurden, aus der Schublade holen. Denn bekanntlich soll anstelle der unübersichtlichen „Plus-Klassen“ wieder eine klar differenzierte Skala von A bis G für mehr Transparenz sorgen und die Reskalierung wiederum Hersteller zu weiteren Innovationen anspornen. Zu beachten ist außerdem, dass nicht nur strengere Werte im Energie- oder Wasserverbrauch gelten, sondern auch Messverfahren geändert wurden, sodass eine unmittelbare Übertragung von alt/neu nicht gegeben ist. 

„Die Energieeffizienzklasse ist für Verbraucher eines der ausschlaggebenden Entscheidungskriterien beim Kauf der sogenannten ,weißen Ware’. Wir begrüßen daher die Einteilung in neue Effizienzklassen. Die Messmethoden wurden geändert, sodass sie den wirklichen Nutzungsbedingungen im Haushalt entsprechen. Die User können so beispielsweise die Verbrauchsangaben in Kilowattstunden leichter mit ihrem Alltag vergleichen“, befürwortet beispielsweise Thilo Gans, Geschäftsführer der solute GmbH als Betreiberin des Preisvergleichsportals billiger.de, die Umstellung. Hinzu kommt, dass die neuen Labels bei einem Teil der Geräte zusätzliche Informationen zur Verfügung stellen, wie beispielsweise die Dauer des Energiesparprogramms bei Wasch- und Geschirrspülmaschinen.

Auch die Deutsche Umwelthilfe unterstreicht die Bedeutung der nach jahrelanger Vorbereitung in Kraft getretenen EU-Label-Verordnung: Die Organisation kündigt bereits stichprobenhafte Kontrollen zur schnellen Umsetzung durch Hersteller und Händler an und fordert zugleich Marktüberwachungsbehörden der Länder auf, Vorschriften mit Kontrollen und Ordnungswidrigkeitsverfahren (sowie Bußgeldern) zügig durchzusetzen. Neben der Etikettierung im stationären Geschäft sind ebenso Onlineshops und Werbemedien, in denen Händler Geräte zeigen, von den Neuklassifizierungen betroffen.

Weitere Informationen vermittelt u. a. das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit seiner Kampagne "Deutschland macht's effizient" (Foto).

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