Unterwegs in den Süden

Möfisten erkunden Trends und Neuheiten

Das Winterhalbjahr an der Fachschule des Möbelhandels war nur wenige Wochen alt. Und doch ließen Studierende fortgeschrittener Semester das Schulgebäude schon wieder hinter sich und fuhren von Köln aus einige Hundert Kilometer Richtung Süden. Ein fachliches Interesse war jetzt Impuls für die Reise. Das Ziel: die Hausmesse Süd. Seit etlichen Jahren ist die Möfa hier dem Geschäftsführer der Hausmesse, Klaus Andreae, zu großem Dank verpflichtet. Als Gastgeber der Studierenden sorgt er für eine
willkommene Ergänzung des Unterrichts. Denn schließlich möchte man als Studierender zum Beispiel ganz genau wissen, welche aktuellen Trends und Innovationen den Markt bestimmen, welche Angebote sich bewähren und wie sich Emotionen durch die gekonnte Inszenierung von Produkten wecken lassen.
Durch Besuche von Ausstellungen, Betriebsbesichtigungen und Fachgespräche haben wir auch in diesem Jahr hierauf zahlreiche Antworten erhalten. Die erste ­Station unserer viertägigen Tour führte uns in die Ausstellungs­räume von Rolf Benz in Nagold. Dort kamen wir mit der DNA von Weltstars in Berührung. Auf einem Sofa nämlich, auf dem schon Hunderte von Prominenten in der ZDF-Sendung ?Wetten, dass??? einen unterhaltsamen Abend verbracht hatten. Rolf Benz nahm das Sofa nach vielen Jahren im Rampenlicht dankend wieder zurück. Kein Wunder also, dass hier jeder gerne Platz nimmt.
Ein Sofa, ganz wie es mir persönlich gefällt - das war die Botschaft, die uns weiter begleitete, als wir uns die junge, moderne "Freistil"-Kollektion ansahen. Für ein eher begrenztes Budget konzipiert, soll sie ein spielerisches, fast künstlerisches Lebensgefühl transportieren. Der Anbieter ist hier nicht schüchtern; er bemüht sogar das große Wort "Freiheit". Doch die Modelle halten, was die klangvollen Begriffe versprechen. Aus vielen Varianten ergibt sich in nur acht Schritten die Wunschzusammenstellung, angepasst an die jeweilige Raumsituation, einsetzbar in den verschiedensten Bereichen, mit Bezugsmaterialien in großer Auswahl.
Ortswechsel. Am Nachmittag des ersten Tages fanden wir uns in den komplett renovierten Ausstellungsräumen des Unternehmens Wackenhut wieder. Die Art der Präsentation von Schlafraum- und Wohnmöbeln beeindruckte uns nachhaltig. Ganz besonders richtete sich unser Blick auf das neue Programm "Casella", das Lösungen für das Schlafzimmer, das Wohn- und Esszimmer, für die Küche und auch für den Garderobenbereich bietet. Nicht zuletzt die Neuinterpretation des klassischen Schlafzimmerschranks, weg von großen Komplettlösungen, hin zu individuellen Einzelbauteilen, erlaubt freie Gestaltungen. Oft verschmelzen hier dann verschiedene Lebensbereiche, wie etwa Wohnen und Schlafen, miteinander.
Wer wirbt mit "himmlisch, mollig, angenehm"? Gäbe es eine Variante von "Wer wird Millionär?" speziell für Möfisten, könnte das wohl nur die 50-Euro-Einstiegsfrage sein. In den Fertigungshallen Himollas, im bayrischen Taufkirchen, erlebten die Studierenden am zweiten Tag, wie viel handwerk­liches Know-how trotz modernster Fertigungstechniken für die Herstellung eines Polstermöbels er­forderlich ist. Für eine vertiefte Wertschätzung der Produkte sorgten außerdem Besuche im Büro der Produktentwicklung und im Testlabor. Und nicht zuletzt hörte man mit Respekt, dass Himolla plant, mithilfe von Solaranlagen den eigenen Strombedarf komplett eigenständig abzudecken.
Wer Produktionsstraßen auf modernstem Niveau erleben will, ist schließlich in den Rauch-­Möbelwerken bestens aufgehoben. Eine beeindruckende Zahl: 6.000 Schlafzimmer werden dort täglich produziert. So lässt sich der Standort Deutschland halten. System­lösungen sind der Grundgedanke, der sich auch in der 4.000 qm ­großen Ausstellung wiederfindet. Dort wurden uns unter anderem die Digitaldruckverfahren erläutert, mit denen Rauch die perfekte Anmutung einer Massivholzoberfläche herbeiführt. Nur bei genauem Hinsehen war es uns möglich, den Unterschied zwischen Folie und massivem Holz zu erkennen. Wer weiß: Vielleicht gelingt aber auch das in einem Jahr noch besser. An der Möfa werden wir sicherlich weiter daran arbeiten, perfekte Kenner des Werkstoffs Holz zu werden.

Text: Maria Haselmann, Anne-Katrin Seeber; Foto: Leonie van Waasen, Isabel Schilli
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