Erfolgsgeschichten aus Luxemburg

Was Granit faszinierend macht

Folgen Sie der Kochmütze und Sie finden "Kichechef", dessen Name für Kompetenz, Service und Erfahrung steht", wirbt die Website. Wir, Betriebswirte des zweiten Semesters, sind dieser Empfehlung gefolgt. Die zweistündige Fahrt führt uns nach Capellen, einem kleinen Ort im nach Malta zweitkleinsten Mitgliedsstaat der EU, also Luxemburg. Dort, nicht weit von der Landeshauptstadt entfernt, werden wir Eindrücke sammeln, die absolut nichts mit Winzigkeit zu tun haben.
Denn immerhin vervierfachte sich die Ausstellungsfläche des Familienunternehmens "Kichechef" seit der letzten Ausbaustufe Ende 2010 und umfasst heute imposante 38.000 Quadratmeter. "Kichechef" ist damit das größte Möbel- und Küchenhaus der Region. 35 Millionen Euro Inves­titionssumme sollen für den Ausbau nötig gewesen sein, 100 neue Arbeitsplätze wurden geschaffen, so lesen wir später ? neugierig geworden - im Artikel einer luxemburgischen Zeitung.
Zunächst aber finden wir uns einfach beeindruckt in einer eleganten, farbigen Erlebniswelt wieder, die uns in alle Bereiche des Wohnens mitnimmt. Unser besonderes Interesse gilt der Küchen- und Badabteilung. Denn hier sind Granit, Naturstein, Quarzstein und Keramik die bestimmenden Gestaltungselemente. Steinverarbeitung in Perfektion - das lässt sich erleben, wo zum Beispiel Küchen in der Nischenrückwand mit fantasievollen Steinintarsien punkten oder wo aus Natursteinen zweifarbige Arbeitsplatten werden. Auch beheizbare Granitarbeitsplatten sind machbar. Dass ein Anbieter den Ehrgeiz spürt, seinen Kunden die Möglichkeiten eines Materials eindrucksvoll vor Augen zu führen, wird uns nicht zuletzt durch den Blick auf die Silhouette der Festung Luxemburg deutlich. Denn diese Festung haben wir zweimal gesehen: zum einen während unserer Anreise, zum anderen im Ausstellungsraum - als vielfarbige, kunstvolle Wandgestaltung aus Granit.
Irgendwie passt es zu diesem Anbieter, dass 2003 mit der Gründung des Unternehmens "Topgranit" zugleich unternehmenseigene Verarbeitungskapazitäten aufgebaut wurden. Wie Helden aus einem Science-Fiction-Film kommen sie daher - die Bezwinger der Steine, die ein Imagefilm des Unternehmens zu heroischer Musik im Internet zeigt. Und stolz darf wohl auch sein, wer mit der Perfektion modernster Technik Granit für Arbeitsplatten und Küchenfronten zuschneidet. Bis zu 80.000 Granitplatten kann das Werk einlagern; angesichts des immensen Gewichts muss ein Computer­system die Statik des Gebäudes stets neu berechnen.
Trotzdem: "Wir sind Küchenleute und nicht Steinmetze. Das ist ein Riesenvorteil. Wir sehen die geplante Küche und den Stein als Ganzes; der Steinmetz sieht nur seinen Stein", erklärt uns
Vertriebsleiter Marko Klokow. Gemeinsam mit Geschäftsführer Marc Hilgert wird er uns weitere Grundzüge des Unternehmens erläutern. Viel Wert legt man etwa auf den Grundsatz "Alles aus
einer Hand": Innerhalb des Unternehmens sind Schreiner, Elektriker, Anstreicher, Fliesenleger und Experten aus dem Heizungs- und Sanitärbereich mit Meisterbriefen aktiv. Der Kunde hat ­damit nur einen Ansprechpartner, der ihm einen kompletten Service garantiert.
Optimierte Fertigungsprozesse, außergewöhnliche Planungen, Eigenmarken, Komplett-Service - wir beginnen zu verstehen, was das Unternehmen "Kichechef" so erfolgreich macht. Gut gelaunt nehmen wir Abschied, kehren aber noch nicht zurück zur Fachschule, sondern besuchen an einem zweiten Tag das Einrichtungshaus Thill. Gerne nehmen wir auch dessen Informationsangebot und Gastfreundschaft an. Denn schließlich geht es erneut um eine Erfolgsgeschichte, dieses Mal vorgetragen von einem ehemaligen Möfa-Absolventen: Zu einem Einrichtungshaus mit viel Gefühl für Design und moderne aktuelle Highlights tritt ein zweites mit einer Mischung aus Komfortmöbeln und Ansätzen des Jungen Wohnens. Angeregt schauen wir uns um - und formulieren auf der Heimreise das Fazit: Unsere Exkursion nach Luxemburg hat sich wirklich gelohnt.

Text: Lina Reitz, Foto: Loraine Klein, Lars Bormann
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